tiefenschatz berlin
mutige theaterprojekte
"Solo für den Teufel" von Kurt Raster,
eine schonungslose Satire über Himmel und Hölle, Gott und die Welt, ein philosophischer Selbstexorzimus des Teufels
Schauspielerin: Katharina Micada
Regie: Raphael Kübler
Aufführung am 18.6.2009
bei der Abschlußveranstaltung der atheistischen
Buskampagne
 
Hier ist der Videomitschnitt:
 
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ALLES MUSS RAUS

Theaterstück von Wolfgang Spielvogel und Katharina Micada
Schauspieler: Raphael Kübler
Regie: Katharina Micada

Aufführung am 22. Februar 2009
beim Festival 100°Berlin im Hebbel-Theater

   
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  Teil 4    
     
       
 

Inhalt:

Ein Dreißigjähriger steht vor den Trümmern seines Lebens. Panikattacken, Soziophobie, Depressionen. Er hat keine andere Chance als sich endlich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Mutig widersetzt er sich den ehernen bürgerlichen Familiengesetzen und bricht das 20 Jahre dauernde Schweigen, das ihn fast sein Leben gekostet hätte.

Bei einem Fest konfrontiert er seine Familie mit der grausamen Wahrheit seiner Kindheit : er wurde 6 Jahre lang von einem katholischen Priester – und engen Freund der Familie -  sexuell missbraucht.

Die erschütternde Rede, die er auf dem Familienfest hält ist für ihn der entscheidende Schritt, um endlich aus dem Gefängnis des Schweigens auszubrechen.

Die Reaktionen der Familie sind wie erwartet.

Doch die eigentliche Verarbeitung seiner Kindheit fängt damit erst an.

Mit gesunder Wut und Empörung steigt er aus der Opferrolle aus.

Entstehung:

Wolfgang Spielvogel schrieb das Theaterstück auf der Grundlage des Buches "Ich wurde sexuell missbraucht" von Norbert Denef.
In der ursprünglichen Fassung hatte das Stück im Oktober 2008 Premiere im Frankfurter Autorentheater.
Gespielt wurde es von Viktor Vössing.

Katharina Micada erweiterte das Stück und führte Regie in der Produktion von theater tiefenschatz.

Zuschauerreaktionen:
...bewegend, ergreifend!
...kalter Schauer bei "Danke"...
...wir haben danach noch stundenlang über das Thema, das Stück und die Inszenierung gesprochen...
...bewegend und befreiend...

Theaterkritiker Patrick Wengenroth:
"...eine angemessene Art, solch ein Thema auf die Bühne zu bringen...
...hebt sich wohltuend vom sonst üblichen "mind fuck" vieler anderer Produktionen ab...
..."richtiges" Theater...
....es wird aufgezeigt, wie er die Gewalt weitergibt und seine Familie schlecht behandelt...
.....beeindruckend die Bearbeitung der "Ballade von der sexuellen Hörigkeit" in die "Ballade von der sexuellen Missetat"...
...solide..."